Aktuelles und Berichte


Exkursion zur Ausstellung "Kaiser Maximilian I." auf der Festung Kufstein
Am Donnerstag, 6. Oktober, besuchen Vereinsmitglieder die Ausstellung "Kaiser Maximilian I." auf der Festung Kufstein. Wir werden von Herrn Dr. Martin Magiller durch die Ausstellung geführt.
Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen begrenzt. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt.
Wir beabsichtigen, im Anschluss an die Führung gemeinsam das Auracher Löchl zu besuchen, wo wir das Erlebete bei Essen und Trinken sacken lassen können.
Die Anfahrt erfolgt individuell!
Treffpunkt ist um 14:30 Uhr am unteren Eingang zur Festung, wo sich auch der Spieltisch der Heldenorgel befindet.
Bitte umgehend anmelden!

Vortrag "Die Geschichte der Auerburg"
Am 31. August begrüßte Norbert Schön, 1. Vorsitzender des Historischen Vereins Audorf e.V., zahlreiche Gäste und Vereinsmitglieder im Kursaal der Gemeinde Oberaudorf zum Vortrag „Die Geschichte der Auerburg“. Für dieses spannende Thema konnte als Referent der in Oberaudorf aufgewachsene Archäologe Claus Vetterling gewonnen werden.









Referent Claus Vetterling und der 1. Vorsitzende Norbert Schön bei der Begrüßung zum Vortrag „Die Geschichte der Auerburg“ im Kursaal der Gemeinde Oberaudorf


Schriftquellen zur Gründung Oberaudorfs
Im ersten Abschnitt seines Vortrages ging Claus Vetterling ausführlich auf den urkundlich belegten Beginn von Oberaudorf ein. Hierbei kann der Historiker auf eine außergewöhnliche Fülle an Schriftquellen aus dem 8. und 9. Jahrhundert zurückgreifen. Alle genannten „Tradenten“ gehören zur Spitzengruppe des Stammesadels und der Reichsaristokratie.
Die Erstnennung des Ortes erfolgte noch zu Zeiten Herzog Tassilos III., also vor 788. Ein Uuillipato schenkt 9 Mansen - darunter versteht man große Bauernhöfe – aus dem Besitz des Herzogs in Urdorf an das Stift Salzburg.
Im Jahr 788 wird Tassilo III. vom Frankenkönig Karl dem Großen entmachtet. Alle folgenden Schenkungen aus Urdorf gehen nun an das dem Frankenkönig zugeneigte Stift Freising, das für das Inntal maßgebend wurde.
In einer weiteren Nennung schenkt ein Regino 792 eine Kirche (basilica) in Urdorf mit Land, Gebäuden, Unfreien und anderem Zubehör an das Stift Freising. Basilica ist in agilolfingisch-karolingischer Zeit in der Regel die zum Herzogs- oder Königsgut gehörige Kirche. Dies lässt darauf schließen, dass Oberaudorf damals bereits ein reicher Ort gewesen sein muss.
931 übergibt der Erzbischof Odalbert von Salzburg den ehemaligen Herzogsbesitz in Urdorf an seinen Sohn, den Edlen Bernhard.
Im frühen 12. Jahrhundert kommen die Grafen von Falkenstein, die sich nach ihren Burgen in Flintsbach benennen, zu großer Macht an Inn und Mangfall. Sie haben Güter südlich des Auerbachs, die wohl auf die Schenkung an den Edlen Bernhard zurückgehen, als Lehen.
So findet sich im „Codex Falkensteinensis“ von 1166 ein Hinweis auf Urdorf. Diesen Falkensteiner Codex ließ Graf Siboto IV als eine Art Testament erstellen, darin sind alle Besitzungen und Lehen der Herren von Neuburg-Falkenstein aufgeführt.















Abbildung aus dem Falkensteiner Kodex


Der Name Eberhard taucht mehrmals als Zeuge Eberhardus de Louge oder Luige und sein Dienstmann Ainwich auf, und zwar direkt nach Willehalm von Audorf um 1170 bzw. 1181. Ein Bezug zu den Edelfreien von der Luegsteinwand, der Höhlenburg Grafenloch liegt hier nahe.


Entstehung der Auerburg
Im zweiten Abschnitt seines Vortrages ging Vetterling näher auf die Entstehung der Auerburg ein.
Nach dem Aussterben der Falkensteiner um 1260 besetzten die Wittelsbacher die Burgen und behielten so mit den Herrschaftsmittelpunkten auch die Macht.
Kurz darauf erhalten wir einen weiteren Hinweis zur Auerburg im zweiten Herzogsurbar von 1270. Es erscheint ein Gebhard von Audorf mit einem unbekannten Lehen und „pueri apud Awerdorf“, wird immer mit Edelknechte bezeichnet, eine Art Ministerialen in einer Funktion, die eine bestehende Burg voraussetzt.
Im folgenden Bild erhält man eine Vorstellung einer typischen Burganlage des 12. Jahrhundert, mit Turm oder festem Haus und Ringmauer.














Mögliches Aussehen einer ersten Burg in Audorf


In dieser Zeit verschwanden auch verschiedene Grafengeschlechter aus dem Inntal (Andechser, Wasserburger und Ortenburger) und durch die geschickte Territorialpolitik der Grafen von Tirol bildete sich eine relativ geschlossene Struktur aus. Das Inntal gewann dadurch an politischer und strategischer Bedeutung, die Burgen spielten hier die zentrale Rolle, um Ansprüche durchzusetzen. Dies betraf auch die Auerburg. Ausschlaggebend war die Gefahr durch die Frundsberger, (Stammsitz Freundsberg bei Schwaz) die zwar häufig als Wittelsbachische aber ebenso als Habsburgische oder in Diensten der Grafen von Tirol stehende Dienstleute auftraten. Ende des 13. Jahrhunderts erbten sie die Güter des Ortsadels von Kiefersfelden und als Burgherren von Thierberg gehörte ihnen die Klause unter der Burg an Stelle des ehemaligen Zollamts. Nachdem dann noch in den Streitigkeiten zwischen den Söhnen des Grafen Meinhard von Tirol und Herzog Rudolf von Bayern 1296 die Rachelburg (obere Burg Falkenstein) zerstört worden war, ist der Ausbau der Auerburg als Sperrfeste linksseitig des Inns auf dem strategisch ausgezeichnet gelegenen Schlossberg nur zu verständlich
Nach der Landesteilung von 1310 und den Streitigkeiten zwischen den bayerischen Herzögen, gelang dem Wittelsbacher Herzog Ludwig dem Bayern 1314 die Vereinigung und in der Schlacht von Gammelsdorf ein Sieg über den Habsburger Friedrich den Schönen und somit die Vorherrschaft im Herzogtum Bayern (Diese Schlacht und die Schlacht bei Mühldorf 1322 zwischen denselben Kontrahenten gelten als die letzten Ritterschlachten in der Geschichte, bei denen gepanzerte Reiter gegeneinander antraten und noch keine Feuerwaffen zum Einsatz kamen).
Im Zusammenhang mit der Sicherung der Südgrenze des Herzogtums ist auch die Schaffung des Gerichts Auerburg zu sehen. Die erstmals in der Landesteilung von 1329 schriftlich erwähnte Auerburg wird zum Mittelpunkt eines selbständigen Verwaltungssprengels.
In den nächsten 200 Jahren erfüllte die Auerburg ihren Dienst als Sperrfeste und vor allem im Landshuter Erbfolgekrieg 1504/05 hielt sie erfolgreich den Angriffen stand.














Auerburg (Wening, Kupferstich 1701)


Nachdem die Burg im frühen 16. Jahrhundert nochmal einen Höhepunkt erlebte, begann deren Vernachlässigung und der allmähliche Verfall. Es mehren sich die Nachrichten über notdürftige Reparaturen. Eine Reihe von Pflegern konnte nicht mehr auf der Burg wohnen und musste Quartier beim örtlichen Wirt beziehen.
Ein letztes Mal war die Auerburg im Spanischen Erbfolgekrieg und dann im Österreichischen Erbfolgekrieg als Grenzfeste in kriegerische Auseinandersetzungen verwickelt und wurde 1743 von Panduren zerstört. Auch der Ort wurde verwüstet und zahlreiche Häuser niedergebrannt. Im „Frieden von Füssen“ schrieb man schließlich die Sprengung und Schleifung der Burg fest. Diese Aufgabe übernahmen 1745 Tiroler Knappen.














Schilderung der Zerstörung der Auerburg und des Ortes durch die Panduren im Jahre 1743


Grabungskampagnen auf dem Schloßberg
Besonders eindrucksvoll schilderte Claus Vetterling seine Grabungstätigkeit auf der Auerburg in den Jahren 1992 und 1993.
Im Zuge der Einrichtung des Museums im Burgtor 1991 wurde das Fehlen von Erkenntnisse über die Baugeschichte der Auerburg deutlich. Es ist dem damaligen Bürgermeister Alois Brunner zu verdanken, dass die Gemeinde hierfür Mittel bereit gestellt und dem Bauamtsleiter Michael Steigenberger sowie Mitarbeitern des Bauhofes die Mitwirkung bei Grabungen ermöglicht hat.
Als Archäologie-Student der Universität Bamberg hatte Claus Vetterling unter der Projektleitung des Burgenforschers Dr. Zeune die örtliche Bauleitung der Grabungen. Ziel war es, die bauliche Geschichte der Auerburg zu erforschen. Hierzu wurde je ein Suchgraben in Nord-Süd Richtung und einer in Ost-West Richtung angelegt. Verglichen mit heutigen Anforderungen an archäologische Grabungen ging es damals laut Aussage des Referenten noch relativ locker zu.












Grabungsarbeiten auf der Auerburg im Jahre 1992


Im weiteren Verlauf wurde der Palas, also das Wohngebäude des Pflegers (Verwalters des Gerichts Auerburg), freigelegt. Nach der Winterpause war in der Grabungskampagne 1993 die Freilegung des Eingangsbereiches der Burg das Ziel. In Abstimmung mit dem Denkmalamt wurde beschlossen, aufgrund des unverhältnismäßigen Sanierungsaufwandes die freigelegten Baureste des Palas zu dokumentieren und wieder zu verfüllen.












Im Palas-Untergeschoß der Auerburg


Die Übersichtskarte zeigt die durchgeführten Grabungen. Es gelang so, die Grundmauern der Auerburg zum Zeitpunkt ihrer Zerstörung zu rekonstruieren. Ferner konnten die zeitlich unterschiedlichen Bauabschnitte der Auerburg bestimmt werden.










Rekonstruktion und Datierung der Grundmauern der Auerburg auf Basis der Grabungsergebnisse


In einem eigenen Schritt wurde 1994 der historische Zugang zur Burg wieder hergestellt. Es wurden die Widerlager der ehemalige Zugbrücke aufgemauert, die Pfeilerfundamente im Burggraben frei gelegt und eine neue Brücke an der Stelle des ursprünglichen Zuganges zur Burg errichtet.
Bei weiteren Grabungen ab 1995 wurden die Fundamente der östlichen Ringmauer mit den hofseitig angebauten Wirtschaftsräumen freigelegt, dokumentiert, die Mauerkronen mit einer Schutzlage übermauert und ein Sicherungsgeländer auf dem Areal montiert.
Abgeschlossen wurde die Grabung im Jahre 1998 mit der Erstellung einer Broschüre von Dr. Zeune, mit der Präsentation der Funde im Museum im Burgtor und mit der Inventarisierung der Funde im Gemeindearchiv.


Fundmaterial der Grabungen
Im nächsten Teil seines Vortrages schilderte Vetterling anhand einiger Abbildungen das Fundmaterial. Dabei handelt es sich unter anderem um Reste von mehreren Kachelöfen, Keramik, Glas und metallischen Gegenständen.











Ausgegrabene Kachelreste


Lesefunde Wolfgang Ager
Der letzte Teil des Vortrages befasste sich mit den unzähligen Funden, die unser Vereinsmitglied und Hobbyarchäologe Wolfgang Ager im Bereich der Halde südlich des Schloßberges gefunden hat. Es kann nicht hoch genug gewürdigt werden, mit welch großem Einsatz Ager diese Funde systematisch geordnet und ausgewertet hat. Sie umfassen das gesamte Spektrum von Keramik-, Metall-, Glas- und Knochenfunden. Dabei finden sich Musketenkugeln, Splitter der Sprenggranaten, Geschirrreste, Werkzeuge, Schmuck, Musikinstrumente, Knöpfe, Reste von Glasgefäßen und vieles mehr. Insgesamt ergibt sich somit das Bild eines reich ausgestatteten Haushaltes der Pflegerfamilie und eines regen Betriebes von unterschiedlichen Handwerken. Gerade bei dem absehbaren Betrieb von Fertigungsstätten auf der Auerburg setzt die weitere Erforschung der Fundgegenstände an.














Reisebesteck für Körperhygiene


Mit einem Blick auf das heutige, den Charakter und Umfang der Burg vermittelnde Erscheinungsbild der Ruine Auerburg bedankte sich Claus Vettterling bei den Zuhörern für ihre Aufmerksamkeit.


















Norbert Schön dankte dem Referenten für die umfassenden und interessanten Ausführungen und lud zu Fragen ein. Diese Gelegenheit nahmen einige Zuhörer gerne wahr. Abschließend wünschte der 1. Vorsitzende einen guten Nachhauseweg.


Exkursion nach Regensburg
Unter besten äußeren Bedingungen fuhren am 23. Juni Mitglieder des Historischen Vereins Audorf und einige Gäste nach Regensburg, um im Haus der bayerischen Geschichte die Ausstellung "Wie Bayern Freistaat wurde und was ihn so besonders macht" zu besuchen. Ohne Stau auf Hin- und Rückfahrt und bei herrlichem Sommerwetter, da gabs nun wirklich nichts zu meckern. Der Ausstellungsbesuch unter exzellenter Führung am Vormittag, gepflegtes Mittagessen in der Museums-Gastwirtschaft und schließlich ein gemeinsamer Rundgang durch die Altstadt, machten aus der Exkursion eine runde Sache.

                  

Vor Beginn der Führung konnten die Exkursionsteilnehmer mittels einer Multimedia Show im Panoramasaal des Museums in die Geschichte Regensburgs vergangener Epochen eintauchen. Bekannte Schauspieler stimmten so gut auf den Besuch der Dauerausstellung ein. Die Ausstellung selbst beschränkt sich auf die letzten 200 Jahre und damit präsentiert sie die Geschichte Bayerns von der Ausrufung des Königreiches bis heute.






Der Ausstellungsführer begrüßt die Exkursionsteilnehmer


Kenntnisreich und unterhaltsam führte der engagierte Ausstellungsführer durch die einzelnen Stationen. Den jeweiligen Zeitabschnitt stellte er anhand der ausgestellten Originale mit geschichtlich fundiertem Hintergrundwissen vor. Dabei musste er sich aus Zeitgründen immer wieder auf einige besonders wichtige Ausstellungsstücke beschränken. Die gezeigten Schwerpunkte der Führung waren die Themen:

  • Unser Bayern wird Königreich
  • Die vier Könige Maximilian I., Ludwig I., Maximilian II. und Ludwig II.


  • Mythos Bayern und der 1. und 2. Weltkrieg
  • Bayern wird Freistaat
  • Neubeginn und Wirtschaftswunder in Bayern
  • Gegenwart und Zukunft

Bayern am Ende des 2. Weltkrieges


Am Schluss der Führung begegneten den Teilnehmern „alte Bekannte“ in Gestalt von Original Automobilen wie das Goggomobil, der Messerschmidt Kabinenroller und der Janus von Zündapp. Bei einigen wurden Erinnerungen an eigene vergangene Zeiten wach, und so gab es manches  zum Schmunzeln. Diese Autos waren ein Sinnbild des Wirtschaftswunders und des damit verbundenen Neubeginns in Bayern.

Nach 1 1/2stündigem Streifzug durch den Gang der Geschichte waren die Teilnehmer um viele Informationen reicher und können heute das Vergangene teilweise mit ganz anderen Augen betrachten.


Nach dem gemeinsamen Mittagessen im Museum ging es am Nachmittag auf einen Rundgang durch die Regensburger Altstadt.


Blick von der Brücke "Steinernen Wunder" auf die Alstadt von Regensburg


Vom Vereinsvorstand gab es zu den wichtigen Bauwerken wie Steinernes Wunder, Salzstadel, Altes Rathaus und Dom ergänzende Erläuterungen. Nachdem alle die verbleibende Zeit für einen individuellen Aufenthalt in der Altstadt genutzt hatten, ging es pünktlich auf die Rückfahrt.


Jahreshauptversammlung
Die diesjährige Jahreshauptversammlung fand am 27. Mai um 20 Uhr im Gasthaus "Schaupenwirt" in Kiefersfelden statt.

Der 1. Vorsitzende des Historischen Vereins Audorf, Norbert Schön, begrüßte die anwesenden Mitglieder zur diesjährigen Jahreshauptversammlung. Der Kiefersfeldener Bürgermeister Hajo Gruber ließ sich auf Grund eines anderen Termines entschuldigen.
Zu Beginn der Sitzung bat N. Schön die Anwe­senden, sich zum Gedenken an die verstorbenen Mitglieder zu erheben.  Danach stellte er fest, dass zur Sitzung ordnungsgemäß eingeladen wurde und zur Tagesordnung keine Einwände bestehen.
In seinem Bericht zeigte er die Entwicklung der Mitgliederzahl des Vereins auf.  Anschließend gab er einen ausführlichen Rückblick auf die Aktivitäten im Vereinsjahr 2021/2022. Im voll besetzten Kursaal der Gemeinde Oberaudorf hielt er den Vortrag „Goldene Zeiten!?“ - Oberaudorf um 1900 – Aspekte zur Ortsgeschichte. Ausführlich berichtete er über verschiedene Aktivitäten im Bereich der Archäologie in Zusammenarbeit mit Archäologen mehrer Universitäten sowie freiberuflichen und Hobby-Archäologen. Danach blickte er auf die Exkursion des Vereins im vergangenen Oktober zur Burgruine Falkenstein in Flintsbach sowie zum Hofmuseum für Vor- und Frühgeschichte in Aschau zurück. Schließlich informierte er über private Anfragen an den Verein zu einzelnen Persönlichkeiten der jüngeren Oberaudorfer Geschichte.
Zum Abschluss seines Berichtes schlug er mögliche Vorträge und eine Exkursion  nach Regensburg in das Haus der Bayerischen Geschichte vor.

Schriftführerin Sigrid Schön und Schatzmeister Bernd Vinzenz gaben ihre Berichte ab, Kassenprüfer Manfred Kurz bescheinigte eine hervorragende Kassenführung und beantragte die Entlastung von Vorstand und Schatzmeister. Dies erfolgte ohne Gegenstimme.

Frau Inge Saacke  wurde zur  Wahlleiterin bestimmt. Unter ihrer Leitung erfolgte die Wiederwahl der bisherigen vier Mitglieder des Vereinsvorstandes:

  • 1. Vorsitzender Norbert Schön
  • 2. Vorsitzender Michael Steigenberger
  • Schatzmeister Bernd Vinzenz
  • Schriftführerin Sigrid Schön

Zu Kassenprüfern wurden Manfred Kurz erneut und  Paul Funk  neu gewählt.

Sämtliche Wahlen erfolgten ohne Gegenstimmen.

Da es zu Wünschen und Anträgen keine Meldungen gab, bedankte sich Norbert Schön für das Kommen und beendete die Versammlung.


Internationale Archäologen beim „Scherbler-Treffen“ in Oberaudorf

Am 5. November konnte der Historische Verein Audorf e.V. Archäologen aus der Schweiz, Österreich und Deutschland im Kursaal der Gemeinde Oberaudorf zum dritten „Scherbler-Treffen“ begrüßen. Zur Diskussion angereist waren unter anderem Mittelalterarchäologen Prof. Dr. Harald Stadler (Universität Innsbruck), Dr. Christian Later (Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege) und Dr. Elias Flatscher (Universität Zürich). Burgenforscher Dr. Martin Bitschnau (Innsbruck), dessen Besuch fraglich war, stieß dann doch noch zur großen Freude aller im Verlauf des Nachmittags zum Treffen dazu und brachte seine große Erfahrung in die Diskussion mit ein.

Um die Mittagszeit ließ es sich der Hausherr, Bürgermeister Dr. Matthias Bernhardt nicht nehmen, die „Scherbler“ persönlich zu begrüßen und das präsentierte Fundmaterial zu bestaunen.








Bürgermeister Dr. Matthias Bernhardt in der Runde mit den Archäologen und Vertretern des Historischen Vereins Audorf beim „Scherbler-Treffen“ im Kursaal der Gemeinde Oberaudorf.

(von links: Norbert Schön, Janik Nussdorfer, Dr. Elias Flatscher, Dr. Christian Later, Markus Nothegger, Wolfgang Ager, Claus Vetterling, Prof. Dr. Harald Stadler. Dr. Matthias Bernhardt, Michael Steigenberger)


In den vergangenen Jahrzehnten haben Archäologen in Flintsbach im Bereich der Ruinen Rachlburg (Oberfalkenstein) und Falkenstein (Unterfalkenstein), auf dem Schlossberg in Oberaudorf bei der Ruine Auerburg, und in Mühlbach zwischen Oberaudorf und Kiefersfelden im Grafenloch (Luegsteinhöhle), Untersuchungen durchgeführt, um die Geschichte dieser mittelalterlichen Burganlagen besser zu erforschen, als es aufgrund der zum Teil dürftigen Urkunden-Lage möglich war. In der Folgezeit kamen dann noch Funde von Sondengängern im näheren Umfeld der Ruinen dazu.

Aufgabe der Archäologen ist es, anhand der Befunde der Grabungen das Alter, die Entwicklung und Nutzung einer Burg zu bestimmen. Dabei können sie sich auf die freigelegten baulichen Anlagen wie Mauern, Putzreste etc., Münzen und in ganz besonderem Maße auf die vorgefundene Keramik stützen.

Bis zum heutigen Tag sind Archäologen damit beschäftigt, die Funde der Ausgrabungen im Unterinntal auszuwerten. Ein besonderes Augenmerk gilt der Datierung der Keramik-Scherben. Dabei hilft den Experten, dass Menschen seit der Jungsteinzeit Gefäße aus Keramik benutzt haben, die sehr stark der Mode unterworfen waren. Hinzu kam der Umstand, dass diese vor Ort produziert werden konnten oder auf europäischen Handelswegen auch ins Inntal kamen und von der Bevölkerung – soweit sie es sich leisten konnte - gerne erworben wurden.

Um bei der Beurteilung und möglichst genauen Datierung der Keramik-Scherben erfolgreich zu sein, ist eine vergleichende Betrachtung benachbarter Fundorte von großer Bedeutung. So hat sich eine Gruppe von Berufs- und Hobby-Archäologen zusammen getan, um gemeinsam die Fundstücke einiger Burgen-Standorte im Unterinntal unter die Lupe zu nehmen und zu bewerten. Es wundert nicht, dass sich diese Gruppe „Scherbler“ nannte und nun zum dritten Mal traf. Auf Initiative des Historischen Vereins Audorf kam man hier am Sitz der Höhlenburg Grafenloch und der Auerburg zusammen. Bei der im Fokus stehenden „Höhlenburg Grafenloch/Luegsteinwand“ erschien ein Vergleich mit der in der Gemeinde Schwendt im Bezirk Kitzbühel gelegenen „Höhlenburg Herrenhauswand“ sinnvoll. Um die Möglichkeit der vergleichenden Beurteilung abzurunden, wurde aktuell in München ergrabene Keramik hinzugezogen.

Im Kursaal dienten vier große Tische der Präsentation der Fundkomplexe

  • Rachlburg, vertreten durch den Raublinger Wolfgang Ager
  • Grafenloch, vertreten durch den Schweizer Archäologie-Studenten Janik Nussdorfer sowie
  • Herrenhauswand, vorgestellt durch den Tiroler Markus Nothegger.
  • München, präsentiert vom Bamberger Archäologen Claus Vetterling.


Markus Nothegger hat sich diese Box gebaut, um seine Scherben bei optimaler Beleuchtung zu untersuchen und zu fotografieren


Den gesamten Tag über befassten sich dann die „Scherbler“ mit den ausgebreiteten Fundstücken, im Wesentlichen aber mit den unzähligen und vielfältigen Scherben. Sie wurden jede für sich in Augenschein genommen und erfühlt, um so zu einer einvernehmlichen Bewertung zu kommen.

Dr. Martin Bitschnau (links) und Dr. Elias Flatscher (rechts) bei der Begutachtung von Keramik-Scherben

Von links: Janik Nussdorfer, Dr. Elias Flatscher und Prof. Dr. Stadler bei der Diskussion


Wie schwierig es in vielen Fällen war, eine gemeinsame Einschätzung des Fundgutes zu erreichen, verdeutlicht das nachfolgende Foto.

Dr. Christian Later (links) und Markus Nothegger (rechts) im Clinch


Die beiden Vorstände des Historischen Vereins Audorf, Michael Steigenberger und Norbert Schön, nahmen begeistert an dem Erfahrungsaustausch teil und konnten eine ganze Menge an Erkenntnissen und künftigen Herausforderungen mitnehmen.

Nach der über weite Strecken heißen Diskussion brachte das Treffen eine wichtige Entscheidung für das weitere Vorgehen: Unter Mitwirkung der Uni Innsbruck, der Uni Zürich, des Landesamtes für Denkmalpflege und des Historischen Vereins Audorf wird ein Katalog erstellt, der die Keramik-Funde aus dem Unterinntal in der Zeit des 12. und 13. Jhs. präsentieren wird.

 

Vortrag „Goldene Jahre!? - Oberaudorf um 1900 – Aspekte zur Ortsgeschichte“

Nachdem Corona-bedingt eine ganze Zeit keine Vereinsaktivitäten stattfinden konnten, startete der Historische Verein Audorf am 1. Oktober mit einem Vortrag seines 1. Vorsitzenden Norbert Schön. Der Titel „Golden Zeiten!? - Oberaudorf um 1900 – Aspekte zur Ortsgeschichte“ ergab sich aus einer Veranstaltungsreihe der Museumsnetzwerke Rosenheim und Chiemsee zum Thema „Goldene Zeiten!?“.

Als 1. Vorsitzender konnte N. Schön die Besucher im Corona-bedingt weiträumig bestuhlten und voll besetzten Kursaal der Gemeinde Oberaudorf begrüßen.

Referent Norbert Schön bei seinem Vortrag „Goldene Zeiten“ im Kursaal der Gemeinde Oberaudorf


In seinem Vortrag zeigte er für den Zeitraum 1880 bis 1930 zu den verschiedenen Aspekten der Entwicklung der Gemeinde Oberaudorf Fotos und alte Postkarten. Diese stammten überwiegend aus dem Archiv des früheren Ortsbäck Josef Obermayer. Ergänzt wurde die Bilderschau durch Auszüge aus dem „Audorfer Anzeiger“, den es seit 1910 gab. In seinen Ausführungen informierte N. Schön über das Leben der Oberaudorfer, Niederaudorfer und Mühlbacher Bürger in einer Zeit, die durch den technischen Wandel, den aufkommenden Winter- und Sommertourismus und durch den 1. Weltkrieg geprägt war.

Zu Beginn seines Vortrages wurden die Veränderungen im Ortsbild, dem Kirchen- und Schulwesen sowie der Feuerwehr aufgezeigt. Einige interessante Details aus dem Bereich der Polizei kamen ebenfalls zur Sprache. Der Referent ging dann auf die Bereiche Landwirtschaft, Handwerk, Gastronomie und Geschäftswelt ein. Schließlich führte der technische Wandel auch zu einem Industriebetrieb in Mühlbach, der Sensenfabrik. Für jeden Bürger erlebbar waren die Verbesserung der Verkehrssituation, der Bau eines Kanals und einer Hochdruckwasserleitung sowie die 1897 beginnende Elektrifizierung zunächst nur von Mühlbach, später dann auch von Ober- und Niederaudorf. Von Anfang an nahmen die Vereine eine besondere Rolle ein, dienten sie doch sowohl der Pflege alten Brauchtums als auch der Unterhaltung von Einheimischen und Gästen. Viel Raum gab N. Schön in seiner Berichterstattung der Entwicklung des Sportes, beginnend mit dem Wintersport rund um das Rodeln, Skifahren und Skispringen. Brünnstein und Hocheck waren die weithin bekannten Sportstätten. Mit dem Bau des Luegsteinsees im Jahre 1901 kam in Form von alljährlichen Wettschwimmen auch der Sommersport dazu. Die neue Badeanstalt mit seiner ersten Badefrau war natürlich bei Einheimischen und Gästen äußerst beliebt. Ein Name zog sich nahezu durch den gesamten Vortrag, nämlich der des Apothekers Carl Hagen. Mit dem von ihm gegründeten „Verschönerungsverein“ war er in vielen Bereichen Motor für wichtige Neuerungen. Selbstverständlich fehlte im Vortrag von N. Schön die Beschreibung der Situation in der Kunst nicht, zeigte doch allen voran der Maler Paul Felgentreff den Ort so, wie wir ihn heute nicht mehr vorfinden. Einen gravierenden Einschnitt in das Leben der Audorfer brachte der 1. Weltkrieg mit sich. Herrschte zu Beginn auch bei der Audorfer Bevölkerung große Euphorie, folgte bald schon die Ernüchterung, nicht zuletzt wegen der vielen gefallenen jungen Audorfer Soldaten. N. Schön schilderte eingehend die Stationierung von Soldaten und deren Ausbildung im Oberaudorfer Gelände. Das Bataillon der Gebirgsinfantrie wuchs bis auf 1000 Soldaten. Nach Ende des Weltkrieges machten Wirtschaftskrise, Hunger und Armut auch vor Oberaudorf nicht Halt. In diese traurige Zeit fiel auch die Flucht des abgetretenen Regenten König Ludwigs III. von Wildenwart nach Kufstein, die ihn durch Oberaudorf und weiter zur Überquerung des Inns mit der Kiefersfeldener Innfähre führte.

Die eingangs in den Raum gestellte Frage, ob die Zeit um 1900 für Oberaudorf „Goldene Jahre“ waren, beantwortete N. Schön so: Aus seiner Sicht traf Beides zu: Es war eine Zeit, geprägt vom technischen Fortschritt, regem Vereinsleben und aufblühendem Tourismus einerseits, von dem Gräuel des 1. Weltkrieges und seinen Folgen andererseits. Die Besucher des Vortrages bedankten sich beim Referenten mit einem kräftigen Applaus.

 

Exkursion zur Ruine Falkenstein/Flintsbach und zum Hofmuseum für Vor- und Frühgeschichte/Aschau

Nach dem langen Stillstand in der Zeit der Corona-Pandemie lud der Historische Verein Audorf am 4. Oktober zu einer ersten Exkursion zur Besichtigung der Ruine Falkenstein in Flintsbach und zum Besuch des Hofmuseums für Vor- und Frühgeschichte in Aschau ein.

Vom Treffpunkt am Oberaudorfer Bahnhof, wo dann auch Fahrgemeinschaften gebildet wurden, fuhren die rund 20 Teilnehmer individuell mit ihren Privat-PKW´s nach Flintsbach.


Bürgerrmeister Stefan Lederwascher erläutert die Sanierungsmaßnahmen an der Ruine Falkenstein


Der Flintsbacher Bürgermeister Stefan Lederwascher hatte sich bereit erklärt, die Gruppe durch die Ruine Falkenstein zu führen und die bisher erfolgten Sanierungsmaßnahmen zu erläutern. Dies tat er in humoriger und interessanter Art und Weise und wies darauf hin, dass die Wappen von Oberaudorf und Flintsbach eine Ähnlichkeit durch den darin enthaltenen Falken als Wappenvogel aufweisen. Seine Ausführungen ergänzte von Fall zu Fall unser Vereinsmitglied Wolfgang Ager, ein passionierter Hobby-Archäologe.

Bei der Burgruine handelt es sich um die eindrucksvollste Burgruine im Landkreis Rosenheim. Sie gehört zum Denkmalkomplex Petersberg, der auch den Burgstall Rachelburg (Ober-Falkenstein) und die romanische Peterskirche umfasst. Die Umwelt-, Kultur- und Sozialstiftung des Landkreises Rosenheim zeichnet vordringlich für den weiteren Unterhalt der Burganlage verantwortlich. Der 2017 gegründete Förderverein hat sich die Aufgabe gestellt, Maßnahmen zur Verschönerung und Belebung des Areals zu finanzieren. BM Lederwascher erklärte die Maßnahmen und Restaurierungen, die bisher umgesetzt werden konnten. Für die zukünftiger Nutzung gibt es vielfältige Möglichkeiten, wie z.B. die Unterbringung des Standesamtes und Schaffung von Räumlichkeiten, die diversen Vereinen zur Verfügung gestellt werden könnten.

Die Burg Neu-Falkenstein wurde nach Zerstörung der Burg Alt-Falkenstein (Rachelburg) 1296 als neuer Sitz des damaligen sehr bedeutenden Grafengeschlechtes der Falkensteiner und als herzogliches Gericht wieder neu erbaut. Von ihrem letzten Vertreter, Siboto IV., stammt auch der berühmte „Codex Falkensteinensis“, das Verzeichnis aller Besitzungen der Grafen von Neuburg-Falkenstein. Nach einer Legende starb das Geschlecht der Falkensteiner mit Graf Siboto VI. aus, der angeblich einem Mord zum Opfer gefallen war. Nach dem Aussterben der Falkensteiner erwarben 1556 die Herren von Hundt die Burg. Als Burgherren folgten die Freiherren von Ruepp und schließlich Max Graf von Preysing-Hohenaschau. Im 15. - 18. Jahrhundert durchlief die Burg verschiedene Bauphasen.

Mehrere Brände, der letzte im Jahre 1784, zerstörten sie zu einem Großteil, geblieben sind nur der Bergfried (Wohnturm) und Teile der Vorburg.

In den zurückliegenden Jahren wechselten mehrfach die Besitzer. Der letzte ließ den Baumbestand roden, der die Ruine bis dahin erheblich verdeckte. Durch diese Maßnahme prägt die Burg nun wieder das Inntal. Nach fast 3stündiger Führung bedankte sich der 1. Vorsitzende Norbert Schön bei Bürgermeister Stefan Lederwascher herzlich für die lebhaften und informativen Ausführungen.

Anschließend ging es weiter zum nächsten Ziel der Exkursion, dem Hofmuseum für Vor- und Frühgeschichte in Höhenberg bei Aschau. Dort begrüßte uns die Familie Aringer, die in Höhenberg eine Landwirtschaft mit Zimmervermietung betreibt. Unser Interesse galt jedoch Sebastian Aringer, der in dem von ihm selbst gestalteten  Hofmuseum seine über Jahre rund um den Hof gefundenen archäologischen Schätze dem interessierten Besucher präsentiert. Bevor wir uns, aus Platzgründen in zwei Gruppen unterteilt, von dem erstaunlich versierten Hobby-Archäologen die Umstände seiner Funde und deren archäologische Einordnung erklären ließen, konnten wir uns bei einer bayerischen Brotzeit stärken. Schnell wurde jedem Besucher klar, dass das Priental rund um Aschau bereits in der Vorgeschichte, beginnend mit der Bronzezeit, über die Kelten der Eisenzeit, bis in die Römerzeit besiedelt war.


Sebastian Aringer erklärt seine Sammlung Vor- und frühgeschichtlicher Fundgegenstände


Deren hinterlassene Spuren in Form von Urnengräbern, Werkzeugen, Gegenständen des täglichen Gebrauchs, und als Höhepunkt sogar erlesener Goldschmuck, hat uns Sebastian Aringer in überzeugender Form nahe gebracht. Da kam man, ohne Übertreibung, aus dem Staunen nicht heraus. Eine Zeitspanne von rund 6000 Jahren wurde so für alle Exkursionsteilnehmer nachvollziehbar. Ein dickes Lob und Dankeschön von unserer Seite an den engagierten Herrn Aringer blieb natürlich nicht aus. Der Besuch ging im neu eingerichteten Besucherraum bei einem unterhaltsamen Ratsch mit Sebastian Aringer zu Ende. Die Heimfahrt nach Oberaudorf konnte  jeder individuell zum gewünschten Zeitpunkt antreten.


Jahreshauptversammlung

Am 20. August 2021 begrüßte der 1. Vorsitzende des Historischen Vereins Audorf, Norbert Schön, die anwesenden Mitglieder sowie den Vertreter der Gemeinde Oberaudorf, Bürgermeister Max Resch, im Kursaal der Gemeinde Oberaudorf zur diesjährigen Jahreshauptversammlung. Zu Beginn der Sitzung bat er die Anwe­senden, sich zum Gedenken an die verstorbenen Mitglieder zu erheben. In seinem Bericht zeigte er die Entwicklung der Mitgliederzahl des Vereins auf. Anschließend gab er einen Rückblick auf die Aktivitäten im Vereinsjahr 2020/2021, die sich, bedingt durch die Beschränkungen der Corona-Pandemie, auf Unternehmungen des Vereinsvorstandes beschränken mussten.

N. Schön erläuterte ausführlich die Mitwirkung des Vereins an den Vorbereitungen zur Sanierung des ca. 1000 Jahre alten Mauerwerks der Höhlenburg in der Luegsteinwand. Ein weiterer bedeutender Erfolg hierbei ist, dass diese Ausgrabungen im Rahmen einer Bachelor-Arbeit an der Universität Zürich dokumentiert werden.

Im Berichtszeitraum konnte die Vereinsführung eine Vereinbarung bezüglich der Zuständigkeiten beim Museum im Burgtor mit der Gemeinde Oberaudorf zum Abschluss bringen, ein Vereinsarchiv bei der Gemeinde einrichten, ein neues Vereins-Logo verabschieden und eine aktualisierte Informationstafel zur Ortsgeschichte von Oberaudorf anfertigen.

Zum Abschluss seines Berichtes stellte er die ersten für das laufende Jahr vorgesehenen Aktivitäten vor.

Es folgten die Berichte der Schriftführerin Sigrid Schön sowie des Schatzmeisters Bernd Vinzenz.

Manfred Kurz, einer der beiden Kassenprüfer, erläuterte das Ergebnis der Kassenprüfung und empfahl die Entlastung des Schatzmeisters und des Vorstandes. Diese erfolgte einstimmig.

Zum Abschluss der Versammlung brachten einige Teilnehmer Vorschläge und Wünsche für kommende gemeinsame Exkursionen vor.


Geschichtstafel im Rathaus Oberaudorf

Seit 2021 befindet sich im Eingangsbereich des Rathauses die neue vom Historischen Verein Audorf erstellte und finanzierte  Informationstafel zur Audorfer Siedlungsgeschichte.








Norbert Schön (links) und Michael Steigenberger (rechts) bei der Übergabe der Informationstafel Audorfer Ortsgeschichte an Bürgermeister Dr. Matthias Bernhardt


Möglichst viele Besucher des Rathauses sollten einen kurzen Halt an dieser „geschichtsträchtigen“ Informationstafel machen und sich so auf den aktuellen Kenntnisstand der 3500jährigen Siedlungsgeschichte Oberaudorfs bringen.



Erfolgreiche Ausstellung „2500 Jahre Kunst in Audorf“

Sicherlich Höhepunkt des Vereinsjahres 2019, aber auch für das Kulturleben in Oberaudorf selbst, war die zweiwöchige Ausstellung „2500 Jahre Kunst in Audorf – Von den Kelten bis Heute“, die der Historische Verein Audorf im August im Zuge seines 30jährigen Bestehens präsentiert hat..  


Den reich bebilderten Ausstellungskatalog gibt es nach wie vor für 5 € in der Tourist-Info der Gemeinde Oberaudorf als auch direkt beim Historischen Verein Audorf e.V. .


 

Titelseite des Ausstellungskatalogs