Aktuelles und Berichte


Geschichtstafel im Rathaus Oberaudorf

Bereits seit 1971 vermittelte eine Informationstafel im Oberaudorfer Rathaus die geschichtliche Entwicklung der Gemeinde. Der Haken war nur, dass diese Informationstafel die Erkenntnisse späterer archäologischer Untersuchungen auf dem Gebiet des ehemaligen Gerichts Auerburg nicht beinhalten konnte. Nachdem dieser Umstand dem Bürgermeister Dr. Matthias Bernhardt aufgefallen war, bat er den Vorstand des Historischen Vereins Audorf, sich darum zu kümmern. Selbstverständlich sagte der Vereinsvorstand sofort zu und beschloss in der Folge, diese neue Infotafel auf Kosten des Historischen Vereins anzufertigen und zu montieren.

Inhalt der Tafel und Montageort im Rathaus festzulegen, war dann doch gar nicht so einfach, wie man es im ersten Moment meinen könnte. Da verständlicherweise die Größe begrenzt war, aber 3500 Jahre Siedlungsgeschichte unterzubringen waren, musste man den Inhalt straffen, ohne wichtige Informationen unter den Tisch der Geschichte fallen zu lassen.

Es ist unserem 2. Vereinsvorstand Michael Steigenberger zu verdanken, dass dies auf vier einzelnen Feldern der Größe  70 x 40 cm gelungen ist. Aussagekräftige Bilder und straffe Texte geben nunmehr in hervorragender Weise einen komprimierten Überblick über den derzeitigen Kenntnisstand der Audorfer Siedlungsgeschichte. Das Layout erstellten 1. Vorstand Norbert Schön und 2. Vorstand Michael Steigenberger, zusammen mit dem seit vielen Jahren dem Verein verbundenen Münchner Grafiker Hans Stölzl.

In Abstimmung mit Bürgermeister Dr. Bernhardt konnte ein geeigneter Standort im Eingangsbereich des Rathauses gefunden werden. Anfang Juli erfolgte die Montage der Informationstafel zur Audorfer Siedlungsgeschichte.








Norbert Schön (links) und Michael Steigenberger (rechts) bei der Übergabe der Informationstafel Audorfer Ortsgeschichte an Bürgermeister Dr. Matthias Bernhardt


Es bleibt nun zu wünschen, dass möglichst viele Besucher des Rathauses einen kurzen Halt an dieser „geschichtsträchtigen“ Informationstafel machen und sich so auf den aktuellen Kenntnisstand der 3500jährigen Siedlungsgeschichte Oberaudorfs bringen.


Neues Vereinslogo

Manchmal ist es Zeit für Veränderungen – im neuen Jahr starten wir mit einem neuen Vereinslogo. Dass wir ein Neues brauchen, hatten wir im Vereinsvorstand bereits vor einiger Zeit beschlossen. Nun ist es soweit: Die beauftragte Agentur lieferte fünf Varianten, wie sich unser Verein mit einem hohen Wiedererkennungswert präsentieren könnte. Unsere Entscheidung war schnell und einstimmig. Uns hat bei der gewählten Variante überzeugt, dass sich hier drei Komponenten sehr gelungen miteinander verbinden, die allesamt mit dem Historischen Verein assoziiert werden: die Wappenform, das Blau und der Falke aus dem Wappen über dem Burgtor.




"Goldene Zeiten!? - Oberaudorf um 1900 Aspekte zur
Ortsgeschichte"

Als die „Goldenen Jahre“ wird im Allgemeinen die Zeit um 1900 bezeichnet. Norbert Schön, 1. Vorsitzender des Historischen Vereins e.V., beleuchtet diese schillernde Zeitspanne für Oberaudorf. In einem Bildervortrag zeigt er die wichtigsten Entwicklungen in der Ortsgeschichte auf - der Tourismus kam auf, der erste Weltkrieg warf seine düsteren Schatten voraus. So spricht manches dafür, aus der Oberaudorfer Perspektive von den „Goldenen Zeiten“ zu sprechen, aber auch vieles dagegen.  

Dieser Vortrag ist in das Projekt „Goldene Zeiten!?“ der Museumsnetzwerke Rosenheim und Chiemgau eingebunden. Von Mai bis Oktober wird eine Serie von Veranstaltungen angeboten, soweit Corona es zulässt.

Hier ein Auszug aus dem Veranstaltungs-Flyer:

In Vorbereitung auf die geplante Landesausstellung

2021 „Götterdämmerung II“ auf Herrenchiemsee
wurden in den Museumsnetzwerken Rosenheim und
Chiemgau eine Reihe von Ideen für ein attraktives
Rahmenprogramm erarbeitet. Nach der Verschiebung
der Landesausstellung nach Regensburg drohten diese
guten Ideen in der Schublade zu verschwinden. Es
bedurfte nur weniger Gespräche, bis klar war: Wir
stellen eine eigene Veranstaltungsreihe „Goldene Jahre?!“
auf die Beine.
In dieser Reihe werden die Licht- und Schattenseiten
im Leben der Menschen vom Chiemgau bis ins
Mangfalltal über die Zeitläufte beleuchtet. Ohne große
thematische Einschränkungen oder Vorgaben soll das
Veranstaltungsprogramm Einblicke in die Kultur und
den Alltag der goldenen 1920er Jahre genauso geben
wie in den Niedergang der Prunkzeit des Königtums,
den wirtschaftlichen Erfolg einzelner Unternehmer,
die Bildende Kunst, die regionale Volksmusik sowie
die klassische Musik und die Literatur. Das geplante
Angebot beruht insbesondere auf dem Ideenreichtum
der einzelnen Veranstalter, ist ausgesprochen vielfältig
und hält manche Überraschungen bereit.
 



Rückblick

 

Inventarisierung des archäologischen Fundmaterials der Gemeinde Oberaudorf

Aufbauend auf das 1995 von  der Volkskundlerin Evelin von Rochow M.A begonnene Inventar-Verzeichnis des Museums im Burgtor führte die Volkskundlerin und Kunsthistorikerin Michaela Firmkäs M.A. aus Nußdorf im Auftrag der Gemeinde Oberaudorf 2019 und 2020 die digitale Inventarisierung des gesamten Museumbestandes sowie der im Rathausarchiv eingelagerten Funde aus den archäologischen Grabungen "Auerburg" 1992-1998 und "Burgberg" 2007-2008 durch.


Besuch von Simon Hausstetter vom Museumsnetzwerk auf der Baustelle


Die Erfassung der im Oberaudorfer Museum im Burgtor ausgestellten archäologischen Fundstücke wurde bei winterlichen Bedingungen von Michaela Firmkäs und Michael Steigenberger im März 2019 aufgenommen und konnte im April 2020 abgeschlossen werden.

Ab Mitte August bis Ende Oktober 2019 wurden im Keller des Rathauses Oberaudorf die Archivfunde digitalisiert und in einer geeigneten Datenbank inventarisiert. Assistiert wurde abwechselnd von Michael Steigenberger und von Norbert Schön.


Michaela Firmkäs an ihrem "Arbeitsplatz" im Archivraum der Gemeinde Oberaudorf

Mit der Übergabe der fertigen Datenbank an die Gemeinde Oberaudorf wurde die Gesamtmaßnahme am 6. und 7.Juli 2020 abgeschlossen. Die durchgeführte Inventarisierung fand anerkennenden Zuspruch - auch bei Fachleuten.

 

 Somit ist eine längst überfällige Kernaufgabe der Museumsverwaltung erledigt.


"Audorf im 19. Jahrhundert-Sehen, staunen, zeichnen malen-Carl Spitzweg und andere Maler"

Vortrag von Norbert Schön, 1. Vorsitzender des Historischen Vereins Audorf

Am 28. Februar war der Gemeindesaal der Evangelischen Kirche Oberaudorf voll besetzt. Mitglieder und Gäste waren gekommen, um dem Vortrag von Norbert Schön zu folgen, den er als Vertiefung des entsprechenden Abschnittes der letztjährigen Ausstellung „2500 Jahre Kunst in Audorf“ einordnete.

 

Pfarrkirche von Oberaudorf mit Zahmen Kaiser, Ölgemälde von Zamphigi


Gasthaus Weber an der Wand, Ölgemälde von Ludwig Sckell


Der Zahme Kaiser vom Sebi aus gesehen, Ölgemälde von Ludwig Halauska

Am Ende seiner 90minütigen Bilderschau gab es den verdienten Beifall. Alle Zuhörer haben viel Information nach Hause mitgenommen, wie bildende Künstler Oberaudorf und Umgebung als wichtige Inspirationsquelle und Motivvorlage geschätzt und zudem zum Beginn des aufkommenden Tourismus beigetragen haben.


Jahreshauptversammlung 2020

Am 11. Februar fand im Gasthaus Alpenrose in Oberaudorf die Jahreshauptversammlung statt. 31 Mitglieder und die vollzählige Vorstandschaft wurden vom 1. Vorsitzenden Norbert Schön begrüßt. Nach dem Totengedenken informierte er in seinem Bericht über den wachsenden Mitgliederstand: 19 neue Mitglieder konnten gewonnen werden, sodass sich nunmehr 159 Mitglieder dem Historischen Verein Audorf angeschlossen haben. Schön informierte über die Aktivitäten der vergangenen Periode und gab einen Ausblick auf die kommenden Initiativen. Schriftführerin Sigrid Schön und Schatzmeister Bernd Vinzenz gaben anschließend ihre Berichte ab. Die von Bernd Vinzenz erläuterten Zahlen zu Einnahmen, Ausgaben und Kassenstand haben die beiden Kassenprüfer Reinhard Jahn und Hans Kanzler geprüft und abgesegnet. Daraufhin entlastete die Versammlung den Schatzmeister und den Vorstand. Bei der vom 1. Bürgermeister der Gemeinde Kiefersfelden Hajo Gruber übernommenen Neuwahl wurden alle vier Vertreter der Vorstandschaft in ihren Ämtern bestätigt und einstimmig wieder gewählt. Den letzten Tagungsordnungspunkt  nutzten die Mitglieder zur Vorbringung von Wünschen und Anregungen.


Erfolgreiche Ausstellung „2500 Jahre Kunst in Audorf“

Sicherlich Höhepunkt des Vereinsjahres 2019, aber auch für das Kulturleben in Oberaudorf selbst, war die zweiwöchige Ausstellung „2500 Jahre Kunst in Audorf – Von den Kelten bis Heute“, die der Historische Verein Audorf im August im Zuge seines 30jährigen Bestehens präsentiert hat..  


Den reich bebilderten Ausstellungskatalog gibt es nach wie vor für 5 € in der Tourist-Info der Gemeinde Oberaudorf als auch direkt beim Historischen Verein Audorf e.V. .


 

Titelseite des Ausstellungskatalogs