Aktuelles und Berichte


Internationale Archäologen beim „Scherbler-Treffen“ in Oberaudorf

Am 5. November konnte der Historische Verein Audorf e.V. Archäologen aus der Schweiz, Österreich und Deutschland im Kursaal der Gemeinde Oberaudorf zum dritten „Scherbler-Treffen“ begrüßen. Zur Diskussion angereist waren unter anderem Mittelalterarchäologen Prof. Dr. Harald Stadler (Universität Innsbruck), Dr. Christian Later (Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege) und Dr. Elias Flatscher (Universität Zürich). Burgenforscher Dr. Martin Bitschnau (Innsbruck), dessen Besuch fraglich war, stieß dann doch noch zur großen Freude aller im Verlauf des Nachmittags zum Treffen dazu und brachte seine große Erfahrung in die Diskussion mit ein.

Um die Mittagszeit ließ es sich der Hausherr, Bürgermeister Dr. Matthias Bernhardt nicht nehmen, die „Scherbler“ persönlich zu begrüßen und das präsentierte Fundmaterial zu bestaunen.








Bürgermeister Dr. Matthias Bernhardt in der Runde mit den Archäologen und Vertretern des Historischen Vereins Audorf beim „Scherbler-Treffen“ im Kursaal der Gemeinde Oberaudorf.

(von links: Norbert Schön, Janik Nussdorfer, Dr. Elias Flatscher, Dr. Christian Later, Markus Nothegger, Wolfgang Ager, Claus Vetterling, Prof. Dr. Harald Stadler. Dr. Matthias Bernhardt, Michael Steigenberger)


In den vergangenen Jahrzehnten haben Archäologen in Flintsbach im Bereich der Ruinen Rachlburg (Oberfalkenstein) und Falkenstein (Unterfalkenstein), auf dem Schlossberg in Oberaudorf bei der Ruine Auerburg, und in Mühlbach zwischen Oberaudorf und Kiefersfelden im Grafenloch (Luegsteinhöhle), Untersuchungen durchgeführt, um die Geschichte dieser mittelalterlichen Burganlagen besser zu erforschen, als es aufgrund der zum Teil dürftigen Urkunden-Lage möglich war. In der Folgezeit kamen dann noch Funde von Sondengängern im näheren Umfeld der Ruinen dazu.

Aufgabe der Archäologen ist es, anhand der Befunde der Grabungen das Alter, die Entwicklung und Nutzung einer Burg zu bestimmen. Dabei können sie sich auf die freigelegten baulichen Anlagen wie Mauern, Putzreste etc., Münzen und in ganz besonderem Maße auf die vorgefundene Keramik stützen.

Bis zum heutigen Tag sind Archäologen damit beschäftigt, die Funde der Ausgrabungen im Unterinntal auszuwerten. Ein besonderes Augenmerk gilt der Datierung der Keramik-Scherben. Dabei hilft den Experten, dass Menschen seit der Jungsteinzeit Gefäße aus Keramik benutzt haben, die sehr stark der Mode unterworfen waren. Hinzu kam der Umstand, dass diese vor Ort produziert werden konnten oder auf europäischen Handelswegen auch ins Inntal kamen und von der Bevölkerung – soweit sie es sich leisten konnte - gerne erworben wurden.

Um bei der Beurteilung und möglichst genauen Datierung der Keramik-Scherben erfolgreich zu sein, ist eine vergleichende Betrachtung benachbarter Fundorte von großer Bedeutung. So hat sich eine Gruppe von Berufs- und Hobby-Archäologen zusammen getan, um gemeinsam die Fundstücke einiger Burgen-Standorte im Unterinntal unter die Lupe zu nehmen und zu bewerten. Es wundert nicht, dass sich diese Gruppe „Scherbler“ nannte und nun zum dritten Mal traf. Auf Initiative des Historischen Vereins Audorf kam man hier am Sitz der Höhlenburg Grafenloch und der Auerburg zusammen. Bei der im Fokus stehenden „Höhlenburg Grafenloch/Luegsteinwand“ erschien ein Vergleich mit der in der Gemeinde Schwendt im Bezirk Kitzbühel gelegenen „Höhlenburg Herrenhauswand“ sinnvoll. Um die Möglichkeit der vergleichenden Beurteilung abzurunden, wurde aktuell in München ergrabene Keramik hinzugezogen.

Im Kursaal dienten vier große Tische der Präsentation der Fundkomplexe

  • Rachlburg, vertreten durch den Raublinger Wolfgang Ager
  • Grafenloch, vertreten durch den Schweizer Archäologie-Studenten Janik Nussdorfer sowie
  • Herrenhauswand, vorgestellt durch den Tiroler Markus Nothegger.
  • München, präsentiert vom Bamberger Archäologen Claus Vetterling.


Markus Nothegger hat sich diese Box gebaut, um seine Scherben bei optimaler Beleuchtung zu untersuchen und zu fotografieren


Den gesamten Tag über befassten sich dann die „Scherbler“ mit den ausgebreiteten Fundstücken, im Wesentlichen aber mit den unzähligen und vielfältigen Scherben. Sie wurden jede für sich in Augenschein genommen und erfühlt, um so zu einer einvernehmlichen Bewertung zu kommen.

Dr. Martin Bitschnau (links) und Dr. Elias Flatscher (rechts) bei der Begutachtung von Keramik-Scherben

Von links: Janik Nussdorfer, Dr. Elias Flatscher und Prof. Dr. Stadler bei der Diskussion


Wie schwierig es in vielen Fällen war, eine gemeinsame Einschätzung des Fundgutes zu erreichen, verdeutlicht das nachfolgende Foto.

Dr. Christian Later (links) und Markus Nothegger (rechts) im Clinch


Die beiden Vorstände des Historischen Vereins Audorf, Michael Steigenberger und Norbert Schön, nahmen begeistert an dem Erfahrungsaustausch teil und konnten eine ganze Menge an Erkenntnissen und künftigen Herausforderungen mitnehmen.

Nach der über weite Strecken heißen Diskussion brachte das Treffen eine wichtige Entscheidung für das weitere Vorgehen: Unter Mitwirkung der Uni Innsbruck, der Uni Zürich, des Landesamtes für Denkmalpflege und des Historischen Vereins Audorf wird ein Katalog erstellt, der die Keramik-Funde aus dem Unterinntal in der Zeit des 12. und 13. Jhs. präsentieren wird.

 

Vortrag „Goldene Jahre!? - Oberaudorf um 1900 – Aspekte zur Ortsgeschichte“

Nachdem Corona-bedingt eine ganze Zeit keine Vereinsaktivitäten stattfinden konnten, startete der Historische Verein Audorf am 1. Oktober mit einem Vortrag seines 1. Vorsitzenden Norbert Schön. Der Titel „Golden Zeiten!? - Oberaudorf um 1900 – Aspekte zur Ortsgeschichte“ ergab sich aus einer Veranstaltungsreihe der Museumsnetzwerke Rosenheim und Chiemsee zum Thema „Goldene Zeiten!?“.

Als 1. Vorsitzender konnte N. Schön die Besucher im Corona-bedingt weiträumig bestuhlten und voll besetzten Kursaal der Gemeinde Oberaudorf begrüßen.

Referent Norbert Schön bei seinem Vortrag „Goldene Zeiten“ im Kursaal der Gemeinde Oberaudorf


In seinem Vortrag zeigte er für den Zeitraum 1880 bis 1930 zu den verschiedenen Aspekten der Entwicklung der Gemeinde Oberaudorf Fotos und alte Postkarten. Diese stammten überwiegend aus dem Archiv des früheren Ortsbäck Josef Obermayer. Ergänzt wurde die Bilderschau durch Auszüge aus dem „Audorfer Anzeiger“, den es seit 1910 gab. In seinen Ausführungen informierte N. Schön über das Leben der Oberaudorfer, Niederaudorfer und Mühlbacher Bürger in einer Zeit, die durch den technischen Wandel, den aufkommenden Winter- und Sommertourismus und durch den 1. Weltkrieg geprägt war.

Zu Beginn seines Vortrages wurden die Veränderungen im Ortsbild, dem Kirchen- und Schulwesen sowie der Feuerwehr aufgezeigt. Einige interessante Details aus dem Bereich der Polizei kamen ebenfalls zur Sprache. Der Referent ging dann auf die Bereiche Landwirtschaft, Handwerk, Gastronomie und Geschäftswelt ein. Schließlich führte der technische Wandel auch zu einem Industriebetrieb in Mühlbach, der Sensenfabrik. Für jeden Bürger erlebbar waren die Verbesserung der Verkehrssituation, der Bau eines Kanals und einer Hochdruckwasserleitung sowie die 1897 beginnende Elektrifizierung zunächst nur von Mühlbach, später dann auch von Ober- und Niederaudorf. Von Anfang an nahmen die Vereine eine besondere Rolle ein, dienten sie doch sowohl der Pflege alten Brauchtums als auch der Unterhaltung von Einheimischen und Gästen. Viel Raum gab N. Schön in seiner Berichterstattung der Entwicklung des Sportes, beginnend mit dem Wintersport rund um das Rodeln, Skifahren und Skispringen. Brünnstein und Hocheck waren die weithin bekannten Sportstätten. Mit dem Bau des Luegsteinsees im Jahre 1901 kam in Form von alljährlichen Wettschwimmen auch der Sommersport dazu. Die neue Badeanstalt mit seiner ersten Badefrau war natürlich bei Einheimischen und Gästen äußerst beliebt. Ein Name zog sich nahezu durch den gesamten Vortrag, nämlich der des Apothekers Carl Hagen. Mit dem von ihm gegründeten „Verschönerungsverein“ war er in vielen Bereichen Motor für wichtige Neuerungen. Selbstverständlich fehlte im Vortrag von N. Schön die Beschreibung der Situation in der Kunst nicht, zeigte doch allen voran der Maler Paul Felgentreff den Ort so, wie wir ihn heute nicht mehr vorfinden. Einen gravierenden Einschnitt in das Leben der Audorfer brachte der 1. Weltkrieg mit sich. Herrschte zu Beginn auch bei der Audorfer Bevölkerung große Euphorie, folgte bald schon die Ernüchterung, nicht zuletzt wegen der vielen gefallenen jungen Audorfer Soldaten. N. Schön schilderte eingehend die Stationierung von Soldaten und deren Ausbildung im Oberaudorfer Gelände. Das Bataillon der Gebirgsinfantrie wuchs bis auf 1000 Soldaten. Nach Ende des Weltkrieges machten Wirtschaftskrise, Hunger und Armut auch vor Oberaudorf nicht Halt. In diese traurige Zeit fiel auch die Flucht des abgetretenen Regenten König Ludwigs III. von Wildenwart nach Kufstein, die ihn durch Oberaudorf und weiter zur Überquerung des Inns mit der Kiefersfeldener Innfähre führte.

Die eingangs in den Raum gestellte Frage, ob die Zeit um 1900 für Oberaudorf „Goldene Jahre“ waren, beantwortete N. Schön so: Aus seiner Sicht traf Beides zu: Es war eine Zeit, geprägt vom technischen Fortschritt, regem Vereinsleben und aufblühendem Tourismus einerseits, von dem Gräuel des 1. Weltkrieges und seinen Folgen andererseits. Die Besucher des Vortrages bedankten sich beim Referenten mit einem kräftigen Applaus.

 

Exkursion zur Ruine Falkenstein/Flintsbach und zum Hofmuseum für Vor- und Frühgeschichte/Aschau

Nach dem langen Stillstand in der Zeit der Corona-Pandemie lud der Historische Verein Audorf am 4. Oktober zu einer ersten Exkursion zur Besichtigung der Ruine Falkenstein in Flintsbach und zum Besuch des Hofmuseums für Vor- und Frühgeschichte in Aschau ein.

Vom Treffpunkt am Oberaudorfer Bahnhof, wo dann auch Fahrgemeinschaften gebildet wurden, fuhren die rund 20 Teilnehmer individuell mit ihren Privat-PKW´s nach Flintsbach.


Bürgerrmeister Stefan Lederwascher erläutert die Sanierungsmaßnahmen an der Ruine Falkenstein


Der Flintsbacher Bürgermeister Stefan Lederwascher hatte sich bereit erklärt, die Gruppe durch die Ruine Falkenstein zu führen und die bisher erfolgten Sanierungsmaßnahmen zu erläutern. Dies tat er in humoriger und interessanter Art und Weise und wies darauf hin, dass die Wappen von Oberaudorf und Flintsbach eine Ähnlichkeit durch den darin enthaltenen Falken als Wappenvogel aufweisen. Seine Ausführungen ergänzte von Fall zu Fall unser Vereinsmitglied Wolfgang Ager, ein passionierter Hobby-Archäologe.

Bei der Burgruine handelt es sich um die eindrucksvollste Burgruine im Landkreis Rosenheim. Sie gehört zum Denkmalkomplex Petersberg, der auch den Burgstall Rachelburg (Ober-Falkenstein) und die romanische Peterskirche umfasst. Die Umwelt-, Kultur- und Sozialstiftung des Landkreises Rosenheim zeichnet vordringlich für den weiteren Unterhalt der Burganlage verantwortlich. Der 2017 gegründete Förderverein hat sich die Aufgabe gestellt, Maßnahmen zur Verschönerung und Belebung des Areals zu finanzieren. BM Lederwascher erklärte die Maßnahmen und Restaurierungen, die bisher umgesetzt werden konnten. Für die zukünftiger Nutzung gibt es vielfältige Möglichkeiten, wie z.B. die Unterbringung des Standesamtes und Schaffung von Räumlichkeiten, die diversen Vereinen zur Verfügung gestellt werden könnten.

Die Burg Neu-Falkenstein wurde nach Zerstörung der Burg Alt-Falkenstein (Rachelburg) 1296 als neuer Sitz des damaligen sehr bedeutenden Grafengeschlechtes der Falkensteiner und als herzogliches Gericht wieder neu erbaut. Von ihrem letzten Vertreter, Siboto IV., stammt auch der berühmte „Codex Falkensteinensis“, das Verzeichnis aller Besitzungen der Grafen von Neuburg-Falkenstein. Nach einer Legende starb das Geschlecht der Falkensteiner mit Graf Siboto VI. aus, der angeblich einem Mord zum Opfer gefallen war. Nach dem Aussterben der Falkensteiner erwarben 1556 die Herren von Hundt die Burg. Als Burgherren folgten die Freiherren von Ruepp und schließlich Max Graf von Preysing-Hohenaschau. Im 15. - 18. Jahrhundert durchlief die Burg verschiedene Bauphasen.

Mehrere Brände, der letzte im Jahre 1784, zerstörten sie zu einem Großteil, geblieben sind nur der Bergfried (Wohnturm) und Teile der Vorburg.

In den zurückliegenden Jahren wechselten mehrfach die Besitzer. Der letzte ließ den Baumbestand roden, der die Ruine bis dahin erheblich verdeckte. Durch diese Maßnahme prägt die Burg nun wieder das Inntal. Nach fast 3stündiger Führung bedankte sich der 1. Vorsitzende Norbert Schön bei Bürgermeister Stefan Lederwascher herzlich für die lebhaften und informativen Ausführungen.

Anschließend ging es weiter zum nächsten Ziel der Exkursion, dem Hofmuseum für Vor- und Frühgeschichte in Höhenberg bei Aschau. Dort begrüßte uns die Familie Aringer, die in Höhenberg eine Landwirtschaft mit Zimmervermietung betreibt. Unser Interesse galt jedoch Sebastian Aringer, der in dem von ihm selbst gestalteten  Hofmuseum seine über Jahre rund um den Hof gefundenen archäologischen Schätze dem interessierten Besucher präsentiert. Bevor wir uns, aus Platzgründen in zwei Gruppen unterteilt, von dem erstaunlich versierten Hobby-Archäologen die Umstände seiner Funde und deren archäologische Einordnung erklären ließen, konnten wir uns bei einer bayerischen Brotzeit stärken. Schnell wurde jedem Besucher klar, dass das Priental rund um Aschau bereits in der Vorgeschichte, beginnend mit der Bronzezeit, über die Kelten der Eisenzeit, bis in die Römerzeit besiedelt war.


Sebastian Aringer erklärt seine Sammlung Vor- und frühgeschichtlicher Fundgegenstände


Deren hinterlassene Spuren in Form von Urnengräbern, Werkzeugen, Gegenständen des täglichen Gebrauchs, und als Höhepunkt sogar erlesener Goldschmuck, hat uns Sebastian Aringer in überzeugender Form nahe gebracht. Da kam man, ohne Übertreibung, aus dem Staunen nicht heraus. Eine Zeitspanne von rund 6000 Jahren wurde so für alle Exkursionsteilnehmer nachvollziehbar. Ein dickes Lob und Dankeschön von unserer Seite an den engagierten Herrn Aringer blieb natürlich nicht aus. Der Besuch ging im neu eingerichteten Besucherraum bei einem unterhaltsamen Ratsch mit Sebastian Aringer zu Ende. Die Heimfahrt nach Oberaudorf konnte  jeder individuell zum gewünschten Zeitpunkt antreten.


Jahreshauptversammlung

Am 20. August 2021 begrüßte der 1. Vorsitzende des Historischen Vereins Audorf, Norbert Schön, die anwesenden Mitglieder sowie den Vertreter der Gemeinde Oberaudorf, Bürgermeister Max Resch, im Kursaal der Gemeinde Oberaudorf zur diesjährigen Jahreshauptversammlung. Zu Beginn der Sitzung bat er die Anwe­senden, sich zum Gedenken an die verstorbenen Mitglieder zu erheben. In seinem Bericht zeigte er die Entwicklung der Mitgliederzahl des Vereins auf. Anschließend gab er einen Rückblick auf die Aktivitäten im Vereinsjahr 2020/2021, die sich, bedingt durch die Beschränkungen der Corona-Pandemie, auf Unternehmungen des Vereinsvorstandes beschränken mussten.

N. Schön erläuterte ausführlich die Mitwirkung des Vereins an den Vorbereitungen zur Sanierung des ca. 1000 Jahre alten Mauerwerks der Höhlenburg in der Luegsteinwand. Ein weiterer bedeutender Erfolg hierbei ist, dass diese Ausgrabungen im Rahmen einer Bachelor-Arbeit an der Universität Zürich dokumentiert werden.

Im Berichtszeitraum konnte die Vereinsführung eine Vereinbarung bezüglich der Zuständigkeiten beim Museum im Burgtor mit der Gemeinde Oberaudorf zum Abschluss bringen, ein Vereinsarchiv bei der Gemeinde einrichten, ein neues Vereins-Logo verabschieden und eine aktualisierte Informationstafel zur Ortsgeschichte von Oberaudorf anfertigen.

Zum Abschluss seines Berichtes stellte er die ersten für das laufende Jahr vorgesehenen Aktivitäten vor.

Es folgten die Berichte der Schriftführerin Sigrid Schön sowie des Schatzmeisters Bernd Vinzenz.

Manfred Kurz, einer der beiden Kassenprüfer, erläuterte das Ergebnis der Kassenprüfung und empfahl die Entlastung des Schatzmeisters und des Vorstandes. Diese erfolgte einstimmig.

Zum Abschluss der Versammlung brachten einige Teilnehmer Vorschläge und Wünsche für kommende gemeinsame Exkursionen vor.


Geschichtstafel im Rathaus Oberaudorf

Bereits seit 1971 vermittelte eine Informationstafel im Oberaudorfer Rathaus die geschichtliche Entwicklung der Gemeinde. Der Haken war nur, dass diese Informationstafel die Erkenntnisse späterer archäologischer Untersuchungen auf dem Gebiet des ehemaligen Gerichts Auerburg nicht beinhalten konnte. Nachdem dieser Umstand dem Bürgermeister Dr. Matthias Bernhardt aufgefallen war, bat er den Vorstand des Historischen Vereins Audorf, sich darum zu kümmern. Selbstverständlich sagte der Vereinsvorstand sofort zu und beschloss in der Folge, diese neue Infotafel auf Kosten des Historischen Vereins anzufertigen und zu montieren.

Inhalt der Tafel und Montageort im Rathaus festzulegen, war dann doch gar nicht so einfach, wie man es im ersten Moment meinen könnte. Da verständlicherweise die Größe begrenzt war, aber 3500 Jahre Siedlungsgeschichte unterzubringen waren, musste man den Inhalt straffen, ohne wichtige Informationen unter den Tisch der Geschichte fallen zu lassen.

Es ist unserem 2. Vereinsvorstand Michael Steigenberger zu verdanken, dass dies auf vier einzelnen Feldern der Größe  70 x 40 cm gelungen ist. Aussagekräftige Bilder und straffe Texte geben nunmehr in hervorragender Weise einen komprimierten Überblick über den derzeitigen Kenntnisstand der Audorfer Siedlungsgeschichte. Das Layout erstellten 1. Vorstand Norbert Schön und 2. Vorstand Michael Steigenberger, zusammen mit dem seit vielen Jahren dem Verein verbundenen Münchner Grafiker Hans Stölzl.

In Abstimmung mit Bürgermeister Dr. Bernhardt konnte ein geeigneter Standort im Eingangsbereich des Rathauses gefunden werden. Anfang Juli erfolgte die Montage der Informationstafel zur Audorfer Siedlungsgeschichte.








Norbert Schön (links) und Michael Steigenberger (rechts) bei der Übergabe der Informationstafel Audorfer Ortsgeschichte an Bürgermeister Dr. Matthias Bernhardt


Es bleibt nun zu wünschen, dass möglichst viele Besucher des Rathauses einen kurzen Halt an dieser „geschichtsträchtigen“ Informationstafel machen und sich so auf den aktuellen Kenntnisstand der 3500jährigen Siedlungsgeschichte Oberaudorfs bringen.



Erfolgreiche Ausstellung „2500 Jahre Kunst in Audorf“

Sicherlich Höhepunkt des Vereinsjahres 2019, aber auch für das Kulturleben in Oberaudorf selbst, war die zweiwöchige Ausstellung „2500 Jahre Kunst in Audorf – Von den Kelten bis Heute“, die der Historische Verein Audorf im August im Zuge seines 30jährigen Bestehens präsentiert hat..  


Den reich bebilderten Ausstellungskatalog gibt es nach wie vor für 5 € in der Tourist-Info der Gemeinde Oberaudorf als auch direkt beim Historischen Verein Audorf e.V. .


 

Titelseite des Ausstellungskatalogs